Bei dem Modell scheint es viele Gewinner zu geben: Die einen haben wieder ein bisschen Platz in ihrem überfüllten Kleiderschrank und ein gutes Gewissen. Die anderen kommen günstig zu brauchbarer Kleidung aus zweiter Hand. Und all die idealerweise gemeinnützigen Organisationen, deren Logos groß auf den Kleidercontainern kleben, nehmen damit Geld für ihre guten Zwecke ein. Doch für sie und ihre Vertragspartner ist das Altkleidersammeln schon seit einer ganzen Weile kein gutes Geschäft mehr.

Im oberbayerischen Landkreis Rosenheim zum Beispiel will das Bayerische Rote Kreuz aus diesem Grund künftig keine Container mehr aufstellen. Auch gewerbliche Sammler haben dem Landratsamt angekündigt, ihre Behälter abzuziehen. Denn was einst allen gute Einnahmen brachte, produziert mittlerweile Verluste. Zu den Verlierern zählen dabei auch die Kommunen. So wird sich der Kreis in Zukunft selbst um die Entsorgung der Altkleider kümmern müssen – und dabei auch selbst draufzahlen.

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