Ein junger Mann ist am Sonntag gegen 1.30 Uhr im U-Bahnhof Olympiazentrum in die Gleise gestürzt und von einem einfahrenden Zug tödlich verletzt worden. Laut einer Mitteilung der Polizei ging er in Richtung Bahnsteig, stolperte und fiel über die Kante ins Gleisbett. Obwohl der Fahrer des heranrollenden Zugs eine Notbremsung einleitete, konnte der Unfall nicht verhindert werden.
Die Identität des Mannes war am Sonntagmittag nach Polizeiangaben noch nicht geklärt. Wohl durch Auswertung von Video-Aufnahmen gehen die Ermittler davon aus, dass eine Selbsttötung oder ein Verschulden anderer Personen ausgeschlossen werden kann.
In der Stadtpolitik und auch in der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) wurde schon vor Jahren diskutiert, die Sicherheit in den U-Bahnhöfen zu erhöhen. Möglich wäre das durch eine Trennwand zwischen dem Wartebereich und dem Gleisbereich. Die eingebauten Türen öffnen sich erst, wenn der Zug steht. Ein Pilotversuch sollte im Jahr 2023 ausgerechnet an dem U-Bahnhof im Olympiazentrum starten, an dem sich nun das Unglück ereignete. Wegen der schlechten finanziellen Ausstattung des öffentlichen Nahverkehrs wurde das Vorhaben jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben.







