PfadnavigationHomeRegionalesRheinland-Pfalz & SaarlandMerz: «Tun alles, um Stahlindustrie zu erhalten»Veröffentlicht am 01.08.2025Lesedauer: 3 MinutenMerz kam zum Antrittsbesuch ins SaarlandQuelle: Harald Tittel/dpaDie Stahlindustrie steckt in der Krise. Kanzler Merz spricht der Branche im Saarland Mut zu.Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bekennt sich zur Zukunft der deutschen Stahlindustrie. «Wir werden alles tun, um Stahlindustrie und Stahlproduktion in Deutschland zu erhalten», sagte er bei einem Besuch im Saarland. «Deutschland braucht auch in Zukunft Stahlindustrie, moderne Stahlindustrie, auch hin zur grünen Stahlindustrie.»Die Stahlproduktion in Deutschland zu erhalten, sei «ein strategisches Interesse unseres Landes». Er sei dabei, mit Standorten und Arbeitnehmern Gespräche zu führen, die in den nächsten Wochen vertieft werden sollten. «Denn wir brauchen natürlich auch eine belastbare, verlässliche Stahlstrategie für unser Land», sagte Merz.Merz: Bei US-Zöllen noch ausverhandelnNach dem Zolldeal zwischen den USA und der EU müsse es jetzt darum gehen: «Sozusagen das Kleingedruckte auszuverhandeln», sagte Merz mit Blick auf US-Zölle in Höhe von 50 Prozent auf Stahl. «Das muss jetzt nachgeholt werden, und da wird es insbesondere um Kontingente gehen, die wir dann auch exportieren können, ohne von zu hohen Zöllen belastet zu sein.»Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) hatte in den vergangenen Tagen wiederholt ein Bekenntnis der Bundesregierung zur Stahlindustrie gefordert. Es habe im Gespräch mit Merz «eine ganz große Übereinstimmung» gegeben, dass die wirtschaftliche Entwicklung und damit Wachstum für dieses Land oberste Priorität haben, sagte sie.Rehlinger: Stahlindustrie braucht KlarheitStahlunternehmen bräuchten beim Umstieg auf die Produktion von grünem Stahl rasch Klarheit - bei Rahmenbedingungen, Energiepreisen und dem Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur. «Ein wichtiges Signal sind die Energiepreise in Deutschland, eine klare Verabredung innerhalb der Bundesregierung und damit ein extrem starkes Signal», sagte Rehlinger. Grüne Leitmärkte und die Infrastruktur müssten folgen.«Technologische Souveränität»Merz sprach sich zudem für mehr «technologische Souveränität» für Europa aus. Er wolle die Zusammenarbeit im Technologiebereich auch zum Thema eines deutsch-französischen Ministerrates Ende August in Südfrankreich machen, sagte er. «Denn wir müssen als Europäer stärker werden.»