Günter Wallraff hat in seinem Leben viele Rollen gespielt - er war für seine verdeckten Recherchen der türkische Arbeiter „Ali“, arbeitete bei der Bild-Zeitung als „Hans Esser“, mimte als „Kwami Ogonno“ einen somalischen Geflüchteten. Der Reporter, der wie kaum ein anderer in Deutschland für investigativen Journalismus steht, öffnet die Tür in Köln-Ehrenfeld und lädt in den Garten seines Hauses ein, eine grüne Idylle in der Großstadt. Ob man einen Espresso möchte? Während des Gesprächs rufen immer wieder Leute an, die auf Wallraffs Hilfe hoffen. Vor ihm liegt ein Block, in dem er sich öfter etwas mit einem Kuli notiert.