Vor ein paar Tagen postete Léon Marchand ein Bild von sich und zwei anderen französischen Sportlern auf seinem Instagram-Kanal, als Teil einer Werbekampagne für einen großen Sportartikelhersteller. Daneben schrieb er: „Das ist keine bloße Erklärung. Es ist ein Versprechen. Wir sind stolz darauf, dass wir drei uns gefunden haben und dasselbe Ziel verfolgen: das nächste Kapitel der Sportgeschichte zu schreiben. Bei uns in Frankreich und überall auf der Welt. Und glauben Sie uns: Das ist erst der Anfang.“

Die anderen beiden Sportler: Kylian Mbappé, Stürmer von Real Madrid, und Victor Wembanyama, NBA-Basketballer der San Antonio Spurs. Viel größer geht es nicht in Frankreich, wenn man dort nach den populärsten Athleten sucht. Und Marchand? Ist mittendrin.

Dies also ist inzwischen die Fallhöhe, wenn man den Schwimmer und das Gesellschaftsphänomen Marchand zu fassen versucht. Diesen 23-Jährigen, der als Jugendlicher eher zu schmächtig und zu still war, um wirklich aufzufallen, als er in Toulouse in der traditionsreichen Schwimmschule bei den Dauphins du TOEC seine Bahnen zog. Aber Talent, das schlummerte schon da in ihm: Seine Mutter und sein Vater waren Olympiateilnehmer, der Papa gar WM-Zweiter über 200 Meter Lagen.