Stuttgart. Die Autokrise bremst die Sanierung von ZF. Der Umsatz des Automobilzulieferers ging im ersten Halbjahr um 10,3 Prozent auf 19,7 Milliarden Euro zurück. Bereinigt um Wechselkurseffekte und die Ausgliederung der Achsmontage in ein Joint Venture mit Foxconn lag das Minus bei 1,7 Prozent. Das Umsatzziel von mehr als 40 Milliarden Euro für das Jahr 2025 ist damit kaum erreichbar.Trotz des schrumpfenden Geschäfts vermeldet der nach Bosch zweitgrößte Autozulieferer Deutschlands eine verbesserte Ertragskraft. Das bereinigte operative Ergebnis stieg um 100 Millionen Euro auf 874 Millionen Euro. Damit erhöht sich die bereinigte Ebit-Marge von 3,5 auf 4,4 Prozent.Nach Wertberichtigungen, Restrukturierungskosten, Zinsen und Steuern steht allerdings ein Verlust von 195 Millionen Euro in den Büchern. Auch für das Gesamtjahr rechnet Finanzchef Michael Frick mit einem Verlust.7Prozent Zinsenmuss ZF bei der jüngsten Anleihe über 1,3 Milliarden Euro zahlen.Immerhin konnte ZF den Free Cashflow, den freien Finanzüberschuss, von minus 494 Millionen Euro drehen – in ein Plus von 465 Millionen Euro. Haupthebel war dabei das Eindampfen der Investitionen um 286 Millionen Euro auf nur noch 755 Millionen Euro. Der Free Cashflow habe sich im Jahresvergleich „durch eine optimierte Performance sowie stark fokussierte Investitionen um etwa eine Milliarde Euro signifikant verbessert“, sagte Frick.
Autozulieferer: ZF verliert weitere Milliarden an Umsatz
Die Restrukturierung des zweitgrößten deutschen Autozulieferers zeigt zwar erste Erfolge. Doch der schrumpfende Automarkt macht diese wieder zunichte. Das erhöht den Druck auf ZF-Chef Klein.











