A
ufmerksamkeit ist garantiert, wenn ein Experte vom „vielleicht letzten Sommer in Frieden“ spricht, den wir gerade erlebten. Das sagte im Frühjahr der bekannte Militärhistoriker Sönke Neitzel, der es für möglich hält, dass Putins Russland das Manöver „Zapad“ in diesem Herbst für einen Angriff auf die drei baltischen Staaten nutzt – an der weit exponierten Ostflanke der Nato. Eben erst dachte Nato-Generalsekretär Mark Rutte laut nach, China könne Putin zu einem solchen Angriff nötigen, um freie Hand für eine Invasion Taiwans zu bekommen. Die Nato selbst nimmt an, dass Russland bis 2029 in der Lage wäre, Bündnisgebiet anzugreifen. Der einflussreiche ukrainische Blogger Roman Sheremeta warnt sogar, der Angriff könne noch in diesem Jahr geschehen und sich keineswegs auf die Balten beschränken, die lange zur Sowjetunion gehörten, sondern auch direkt Polen treffen: Warum solle Putin warten, bis die Nato nachgerüstet habe? Dann wäre der Krieg in die direkte Nachbarschaft Deutschlands gekommen.






