Im Dschungel namens Social Media gewinnen die lautesten Raubtiere. Weil das Publikum draußen an den Smartphones nur über die Aufmerksamkeitsspanne einer Eintagsfliege mit ADHS verfügt, muss es knallen, sofort und auf der Stelle, sonst verendet die Botschaft unbeachtet in den ewigen Clickgründen des Digitalen. In diesem Umfeld muss also provoziert, vereinfacht, pointiert, zugespitzt und tüchtig aufs Brett gehauen werden – das mögen der Algorithmus und das Publikum. Klare Feindbilder helfen dabei enorm, überhaupt eignet sich ein simples Gut-böse-Weltbild am besten, um aufzufallen, links wie rechts, da sind alle gleich. Des einen Ärger ist des anderen Aufmerksamkeitsgewinn. So sollte es kein Wunder sein, dass im TikTok-X-Insta-Reich die nachdenklichen, zweifelnden und tiefgründigen Figuren keine Rolle spielen. Nein, dies ist das Revier der Selbstdarstellerinnen, der Giftspritzen, Scheinheiligen und Spaltpilze.
Warum Narzissten und Psychopathen auf Social Media so erfolgreich sind
Aktivisten auf Social Media zeigen laut einer Studie auffallend oft dunkle Charakterzüge. Wie die Persönlichkeit das Online-Verhalten prägt.






