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n der Politik gehört es dazu, mehr zu versprechen, als man halten kann. Versprechen bringen Wählerstimmen. Saskia Esken hatte als Kandidatin für den SPD-Parteivorsitz gefordert, 500 Milliarden Euro per Kredit aufzunehmen und zu investieren. Damals wurde sie dafür ausgelacht. „Nichts davon wird es geben“, schmetterte ihr Armin Laschet entgegen, seinerzeit war er noch ein aufstrebendes CDU-Talent in Nordrhein-Westfalen. Mittlerweile sind Esken und Laschet schon wieder aus der ersten Reihe der Politik verschwunden. Aber die 500 Milliarden Euro, die sind da. Und ja sogar noch mehr, zum Sondervermögen Infrastruktur kommen zig Milliarden Euro für die Bundeswehr hinzu, die nicht über Steuern finanziert werden, sondern per Kredit.