Wegen des spektakulären Diebstahls des keltischen Goldschatzes von Manching sind drei Männer zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Sie müssen vier Jahre und neun Monate, acht Jahre sowie elf Jahre ins Gefängnis, das hat das Landgericht Ingolstadt in seinem Urteil am Dienstagvormittag verkündet. Ein vierter Angeklagter wurde wegen anderer Taten zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt, wegen des Manchinger Diebstahls aber freigesprochen.

Nach Überzeugung des Gerichts brachen die Männer im November 2022 nachts in das Archäologiemuseum im oberbayerischen Manching ein und stahlen binnen weniger Minuten den etwa 2100 Jahre alten keltischen Goldschatz. Erbeutet wurden mehr als 3,7 Kilogramm Gold, der größte Teil ist bis heute verschwunden. In dem Prozess ging es aber nicht nur um den Manchinger Einbruch, auch fast 20 weitere Taten waren angeklagt.

Die Staatsanwaltschaft forderte unter anderem wegen schweren Bandendiebstahls Gefängnisstrafen von sechseinhalb bis zwölf Jahren. Die Indizien gegen die vier Männer ergäben ein „zusammengesetztes Mosaik“, sagte die Staatsanwältin. Die Verteidiger hingegen sahen ihre Mandanten als nicht überführt an und verlangten Freisprüche.

Golddiebstahl in Manching