PfadnavigationHomePolitikDeutschlandNeue ParteienstudieAmpel-Bruch führte zu deutlichem Parteienzuwachs – AfD, Grüne und Linke profitieren besonders starkVeröffentlicht am 28.07.2025Lesedauer: 2 MinutenReichstagsgebäude in BerlinQuelle: Michael Kappeler/dpaDie Deutschen können sich wieder stärker für die Mitgliedschaft in einer Partei erwärmen – diesen Schluss legt zumindest eine neue Parteienstudie nahe. Demnach hat ausgerechnet das Aus der Ampel einen lang anhaltenden Trend umgekehrt.Erstmals seit 35 Jahren ist die Zahl der Parteimitglieder in Deutschland wieder dauerhaft angestiegen. Das berichtet das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf neue Daten des Berliner Politikwissenschaftlers Oskar Niedermayer für seine jährliche Parteienstudie hervor. Demnach hat der Bruch der Ampel-Koalition im vorigen November den bisherigen Abwärtstrend bei den Parteimitgliedschaften erstmals seit 1990 auch im Saldo umgekehrt: Zum Ende des Jahres 2024 seien die Mitgliederzahlen über alle Bundestagsparteien hinweg um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.Am meisten wuchs dabei demnach die AfD, deren Mitgliederschaft 2024 um rund 30 Prozent zugenommen habe. Einen ähnlichen Anstieg habe sie schon 2023 verzeichnet. Auch die Grünen rekrutierten 2024 dem Bericht zufolge überdurchschnittlich viele Mitglieder, mit einem Anstieg um 23 Prozent. Dieser Trend habe 2017 begonnen, sei während der Ampeljahre aber durch eine zweijährige Stagnation unterbrochen worden. Die Linke habe ebenfalls Mitglieder hinzugewonnen: hier seien es +17 Prozent.Zu den Verlierern gehören dem Bericht zufolge die beiden anderen Ampel-Parteien SPD und FDP. Der Mitgliederschwund bei den Sozialdemokraten setzte sich demnach in etwa gleichem Tempo wie in den Vorjahren fort und kostete sie ihre Position als mitgliederstärkste Partei. Das sei nun wieder die CDU. Saldiert verlören jedoch beide Parteien seit Jahrzehnten Mitglieder. Die FDP habe 2024 rund 6 Prozent ihrer Mitglieder eingebüßt – im Gegensatz zum Wahljahr 2021, als die Liberalen um gut 17 Prozent angewachsen seien.Niedermayer wertet für seine jährliche Studie „Parteimitglieder in Deutschland“ an der FU Berlin die Ein- und Austritte in die deutschen Parteien sowie deren Zusammensetzung und Verwurzelung in den Bundesländern aus. Demnach war die Mitgliederzahl seit Beginn der gesamtdeutschen Zählung 1990 stetig gesunken – mit kurzfristigen Ausnahmen in den Wahljahren 2013 und 2017, die aber bald wieder ausgeglichen worden seien. Der Wahlkampf 2021, der die Ampel-Koalition an die Macht brachte, habe hingegen nicht mehr nennenswert Eintritte mobilisiert.säd
Neue Parteienstudie: Ampel-Bruch führte zu deutlichem Parteienzuwachs – AfD, Grüne und Linke profitieren besonders stark - WELT
Die Deutschen können sich wieder stärker für die Mitgliedschaft in einer Partei erwärmen – diesen Schluss legt zumindest eine neue Parteienstudie nahe. Demnach hat ausgerechnet das Aus der Ampel einen lang anhaltenden Trend umgekehrt.






