Florian Lipowitz genoss die letzten Meter alleine, dann nahm der neue deutsche Radstar mit einem verschmitzten Grinsen die Glückwünsche entgegen. Etwas früher als erhofft hat der Überflieger aus Ulm im strömenden Regen von Paris sein traumhaftes Debüt bei der Tour de France mit dem sensationellen Doppel-Coup gekrönt. Platz drei im Gesamtklassement, das Weiße Trikot für den besten Nachwuchsfahrer: Lipowitz ist in Frankreich in ganz große Fußstapfen getreten.
Der scheinbar unantastbare Tadej Pogacar fuhr am Sonntag seinen vierten Tour-Gesamtsieg ins Ziel. Den Prestigeerfolg, die 21. Etappe in Paris beim Montmartre-Spektakel zu gewinnen, verpasste er als Tagesvierter hinter dem niederländischen Tagessieger Wout van Aert jedoch. Der 30-Jährige hatte sechs Kilometer vor dem Ziel aus dem Windschatten Pogacars heraus attackiert und war nicht mehr einzufangen.Der 24-jährige Lipowitz aus Ulm kam auf der 132,3 Kilometer langen Schlussetappe bei regnerischen Bedingungen im Schutz des Pelotons ins Ziel.
Tadej Pogacar bei der Tour de France
Der müde Dominator
Der Weg zum vierten Tour-Sieg von Tadej Pogacar läuft sehr ungewöhnlich: Der Slowene ist gleichzeitig so stark und so angreifbar wie nie.














