Das Krankenhaus der Zukunft soll in Augsburg gebaut werden. Momentan steht es aber noch in Tel Aviv, in Zürich, vielleicht auch bei Manchester. Klaus Markstaller, Ärztlicher Direktor der Uniklinik Augsburg, will für den geplanten Neubau das Beste aus verschiedenen Welten realisieren und holt sich dabei Anregungen aus der ganzen Welt. Nichts weniger als eines der modernsten Krankenhäuser Europas, das strebt auch die Staatsregierung an. Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) etwa will mit „größtmöglicher Flexibilität“ bauen, „außerhalb der gewohnten Strukturen“.
Das wird der Minister bekommen, nimmt man das Medizinstrategiekonzept zur Grundlage, das Markstaller für den Klinikneubau entwickelt hat. Darin ist von Digitalisierung und Nachhaltigkeit die Rede, auch von „Same day surgery“, was der Ambulantisierung des Klinikbetriebs Rechnung trägt: Patienten werden bestenfalls innerhalb eines Tages aufgenommen, operiert und wieder entlassen.
Kern des Konzepts soll aber die Trennung von Elektiv- und Akutmedizin bilden, wie es etwa das Sourasky Medical Center in Tel Aviv vormacht. Markstaller will so das Problem mit den Engpässen lösen, denen das Augsburger Krankenhaus mit einer der größten Notaufnahmen Deutschlands zwangsläufig ausgesetzt ist.







