Ganz aus der Deckung kam Armin Mohler bei der Verabschiedung. Der von institutionellen Fesseln gelöste „Faschist“, wie er sich im Gespräch freimütig selbst deklariert hatte, steckte mir eine maschinengeschriebene Version des „Leuchter-Reports“ zu, das frei erfundene „Gutachten“ eines amerikanischen Holocaustleugners. Das solle ich mal lesen, meinte er, als ob er mich noch auf den rechten Weg bringen wollte. Der 1920 in der Schweiz geborene Publizist war gerade als Geschäftsführer der Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung ausgeschieden, wo er ein Doppelspiel als bürgerlicher Mâitre de Conférence und rechtsradikaler Influencer schadlos überstanden hatte.