PfadnavigationHomePanoramaWetterStarkregen und Hagel in Deutschland – Neuer Hitzerekord in SüdeuropaVeröffentlicht am 27.07.2025Lesedauer: 3 MinutenDer Sommer zeigt sich wechselhaft, mit einzelnen sonnigen Tagen, aber auch weiterem Regen. Ab wann Hoffnung auf stabileres Sommerwetter besteht, erklärt Meteorologe Dr. Carsten Brandt bei WELT TV.Nach den Regentagen der vergangenen Woche wird auch am Sonntag mit heftigem Starkregen und Unwetter gerechnet. Ein Bundesland ist besonders betroffen – mit Böen von bis zu 70 Kilometern pro Stunde und Hagel.Es bleibt, wie es ist: verregnet. Und so fühlt sich der Hochsommermonat Juli in seinen letzten Tagen eher frühherbstlich an. „Die ganze Woche unter 25 Grad“, sagte Meteorologin Sonja Stöckle vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach für die ganze Republik vorher. Mancherorts seien nur noch maximal 18 Grad zu erwarten. Das Sommer-Feeling 2025 mit Baden, Biergarten und Bratwurst sei aber noch längst nicht Geschichte. „Der August kommt ja erst noch.“ An der Nordseeküste erwarten die Meteorologen in den nächsten Tagen kräftigen Wind und viel Niederschlag. Über dem Wasser seien auch Orkanböen möglich, auf dem Festland voraussichtlich aber nur stürmische Böen, sagte Stöckle. Höhepunkt des Nordsee-Sturms sei am Mittwoch, zum Wochenende und damit dem Start in den August schwäche er sich wieder ab.Nach Angaben des DWD wird es im Südwesten Deutschlands eher ungemütlich vorangehen. Auch am Sonntag wird im ganzen Land teils mit heftigem Starkregen und vereinzelt mit Unwettern gerechnet. Südlich der Donau könne es etwas mehr sein, sagte ein Sprecher des DWD.Lesen Sie auchAuch für Bayern wird weiterhin Regen und Gewitter prognostiziert. Der DWD erwartet schon morgens Starkregen mit 15 Litern Niederschlag pro Quadratmeter in einer Stunde. Im Laufe des Vormittags sollen Gewitter aufziehen, teils mit stürmischen Böen von bis zu 70 Kilometern pro Stunde und Hagel. Dabei können vereinzelt sogar bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Ab dem Mittag soll es in ganz Bayern Schauer und Gewitter geben. Die Temperaturen erreichen zwischen 19 und 24 Grad. An den Alpen und im Alpenvorland erwartet der DWD Dauerregen. Bis einschließlich Dienstag können zwischen 60 und 90 Liter Niederschlag pro Quadratmeter binnen 72 Stunden fallen. Vereinzelt seien sogar zwischen 120 und 150 Liter möglich. Wetter in der TürkeiDie Türkei vermeldet hingegen einen neuen Hitzerekord: Wie das Umweltministerium in Ankara am Samstag mitteilte, kletterte das Thermometer in Silopi im Südosten des Landes am Freitag bis auf 50,5 Grad Celsius. Das war die bisher höchste jemals registrierte Temperatur; der bisherige Rekord lag bei 49,5 Grad im August 2023.Lesen Sie auchDie Türkei ächzt derzeit unter einer Hitzewelle, zahlreiche Waldbrände sind ausgebrochen. Am Mittwoch waren zehn Menschen bei einem Waldbrand in der Provinz Eskisehir im Westen des Landes ums Leben gekommen. Wegen der extremen Hitze wurden in mehreren Orten Beschränkungen für den Wasserverbrauch erlassen, darunter der Urlaubsort Cesme nahe Izmir an der Westküste des Landes.Wetter in GriechenlandWegen eines heftigen Waldbrands auf der griechischen Insel Kythira haben die Behörden die Bewohner zur Evakuierung aufgerufen. Mehrere Häuser seien bereits niedergebrannt, ein Kloster sei von Flammen bedroht, sagte Vize-Bürgermeister Giorgos Komninos am Sonntag dem Sender ERT. Auch auf der Peloponnes und der Insel Euböa kämpften Feuerwehrleute mit Unterstützung durch Feuerwehren aus Tschechien weiter gegen Waldbrände. Im Laufe des Tages wurden Löschflugzeuge aus Italien vor Ort erwartet.Seit Samstag macht vor allem ein Großbrand rund 25 Kilometer nördlich des Athener Stadtzentrums den Rettungskräften zu schaffen. Dort fielen bereits mehrere Häuser den Flammen zum Opfer, Ortschaften wurden evakuiert, 27 Menschen von der Polizei in Sicherheit gebracht. Manche Anwohner weigerten sich zunächst, ihre Häuser zu verlassen, wie Medien berichteten. Laut Polizeisprecher sind bei dem Brand 145 Feuerwehrleute, zahlreiche Freiwillige sowie 44 Löschfahrzeuge, 7 Hubschrauber und 10 Löschflugzeuge im Einsatz. Dennoch toben die Flammen derzeit fast ungehindert und werden von starkem Wind angeheizt, wie Videoaufnahmen zeigen. AFP/dpa/jm