PfadnavigationHomePanoramaAuf dem Weg nach HamburgICE-Reisende sitzen über fünf Stunden in Tunnel fest – jetzt reagiert die BahnVeröffentlicht am 26.07.2025Lesedauer: 3 MinutenZahlreiche Passagiere warten nach fünf Stunden im Tunnel an einem Sammelplatz vor einem BahnhofQuelle: Max Slovencik/APA/dpaNach stundenlangem Warten in einem Tunnel sind ICE-Fahrgäste schließlich über Notausstiege selbst ins Freie gekommen. Sie sollen nun mehr bekommen als ihnen über die Fahrgastrechte zusteht.Rund 400 Zugfahrgäste können nach einer Panne mit stundenlangem Warten in einem Tunnel in Österreich mit Kulanz rechnen. „Wir möchten uns für die Geduld bedanken und mitteilen, dass mindestens die Kosten des Zugtickets zu 100 Prozent erstattet werden“, sagte der Sprecher der österreichischen Bahnen (ÖBB), Klaus Baumgartner.Die Panne passierte zwar mit einem ICE der Deutschen Bahn, doch waren die ÖBB auf der Strecke in Österreich Betreiber. Nach den Fahrgastrechten stünde den Betroffenen nur eine Erstattung von 50 Prozent des Preises zu. Wer sich wegen einer nötigen Übernachtung an die ÖBB wandte, habe einen Hotel-Gutschein bekommen, sagte der Sprecher. Zur Ursache der Panne konnte die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben keine Aussage machen. Auch weitere Details werde es erst im Laufe der Woche geben. Auf der Strecke Hamburg-Wien sei betrieblich wieder alles in Ordnung. Ein Zug Wien-Hamburg fahre auch wieder. Der ICE 90 „Donauwalzer“ nach Hamburg war nach der Rettung der Fahrgäste zunächst nach Wien geschleppt worden. Eine Überprüfung habe gezeigt, dass er fahruntüchtig sei, hieß es von der ÖBB. Der Zug werde in den kommenden Tagen nach Deutschland gebracht, so Baumgartner. Ursache war nach ÖBB-Angaben eine Panne an dem ICE. Der Stromabnehmer habe nicht funktioniert. Rettung über TunnelnotausstiegeDie Passagiere hatten am Samstagnachmittag stundenlang in einem Tunnel ausharren müssen. Sie wurden nach ÖBB-Angaben zunächst in dem Tunnel in einen Ersatzzug geleitet. Weil sich aber einige Fahrgäste offenbar einfach aus dem Zug entfernt hatten und die Gefahr bestand, dass sie sich im Tunnel aufhalten, konnte der Strom nicht eingeschaltet werden und der Zug deshalb nicht fahren. Lesen Sie auchZuvor war der ICE mit 400 Fahrgästen am Samstagnachmittag im Tunnel über fünf Stunden lang stecken geblieben. Zuerst hatten die „Kronen-Zeitung“ und das Portal „Oe24“ berichtet. Die Stelle befindet sich kurz hinter dem Bahnhof Wien-Meidling. Der ICE 90 „Donauwalzer“ ist demnach um 13.13 Uhr in Wien Richtung Hamburg abgefahren, blieb jedoch schon 17 Minuten später im Eisenbahntunnel Knoten Hadersdorf stecken. Die 400 Fahrgäste saßen seitdem im Dunkeln fest. Die Stromversorgung und die Klimaanlage sollen ebenfalls ausgefallen sein. Lesen Sie auchMedienberichten zufolge sollen zwei deutsche Pfadfinder im Zug die Initiative ergriffen und vom Bord-Restaurant Kisten mit Wasser in die Waggons gebracht haben, um die anderen Fahrgäste zu versorgen. Insgesamt soll die Stimmung im Zug ruhig gewesen sein, auch wenn der Ausfall der Klimaanlage über Stunden bei geschlossenen Türen für viele Reisende belastend gewesen sei.Ein Versuch, den ICE abzuschleppen, scheiterte unterdessen, weil der Ersatzzug nicht an den „Donauwalzer“ gekoppelt werden konnte. Die Fahrgäste sollen schließlich nach mehr als vier Stunden von der Feuerwehr evakuiert worden sein, wie Bilder der lokalen Medien zeigen. Sie wurden durch den dunklen Tunnel geführt und sollten in einen Ersatzzug umsteigen.Doch auch dieser fuhr offenbar nicht. Wie die „Kronen-Zeitung“ unter Berufung auf die ÖBB berichtete, hatten sich einige Personen inzwischen auf eigene Faust aus dem Ersatzzug entfernt und sich zu Fuß auf den Weg aus dem Tunnel gemacht. Deshalb sei der Strom abgeschaltet und der Tunnel abgesucht worden. Die Evakuierung sei am frühen Abend noch im Gange gewesen, teilten die ÖBB mit. Ein Fahrgast sagte der Zeitung, dass kurz nach 19 Uhr Busse angefordert worden seien. Einige Fahrgäste hatten den Tunnel da bereits zu Fuß verlassen.Durch die Blockade des Tunnels kam es über Stunden zu massiven Zugverspätungen und Ausfällen.dpa/saha
Ohne Strom und Klimaanlage – 400 ICE-Reisende sitzen mehr als fünf Stunden in Tunnel fest - WELT
Nach stundenlangem Warten in einem Tunnel sind ICE-Fahrgäste schließlich über Notausstiege selbst ins Freie gekommen. Sie sollen nun mehr bekommen als ihnen über die Fahrgastrechte zusteht.








