PfadnavigationHomePanoramaBis zu 150 Liter RegenStarke Unwetter in Teilen Deutschlands – Autos schwimmen in Nürnberg durch die StraßenVeröffentlicht am 26.07.2025Lesedauer: 3 MinutenDer Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor heftigem Regen im Osten und Nordosten Deutschlands. Betroffen sind demnach Teile Sachsens, Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns. Bei ergiebigem Dauerregen könnten bis zu 70 Liter pro Quadratmeter fallen.Vielen Urlaubern macht das Wetter zurzeit einen Strich durch die Rechnung. Vor allem Süddeutschland ist betroffen, in den Alpen werden sogar Regenmengen erwartet, wie es sie sonst nur alle zehn Jahre gibt. In Franken laufen die Keller voll.In den kommenden Tagen fallen in einigen Teilen Deutschlands bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter. Vor allem in Süddeutschland sei mit heftigen Schauern und schweren Gewittern zu rechnen, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. „Es wird sicherlich den ein oder anderen vollgelaufenen Keller geben“, sagte ein Meteorologe.Schwerpunkt der Unwetter am Samstag sei das Gebiet von oberer Donau bis Augsburg. Dort könnten bis zu 80 Liter pro Quadratmeter binnen einer Stunde fallen. Am Samstagnachmittag war Mittelfranken betroffen. 50 Liter auf dem Quadratmeter in kurzer Zeit waren zu viel für die Böden, das Wasser stand auf den Feldern. An Bächen gab es Hochwasser, so auch in der Ortschaft Hetzles im Landkreis Forchheim. Das Wasser schoss die Straßen hinab. Sintflutartige Regenmengen haben in Nürnberg den Stadtteil Kornburg unter Wasser gesetzt. Straßen waren bis zu 80 cm überflutet. Die Feuerwehr befindet sich im Großeinsatz. Autos schwammen in den überfluteten Straßen. Die Feuerwehr war machtlos. Sie öffneten die Gullys, damit das Wasser abfließen kann. Autofahrer hatten ihre Mühen durch die überfluteten Straßen zu fahren. Viele Keller sind vollgelaufen. Verstärkung aus den Nachbarortschaften Nürnbergs rückte an. In nur 30 Minuten sind über 60 Liter auf dem Quadratmeter gefallen. Anwohner sind mit dem Aufräumen noch bis in den Abend beschäftigt.Am Sonntag und Montag werde es ebenfalls immer wieder schauerartig regnen und gewittern. Rechne man die ganzen Regenmengen zusammen, so könnten unter Umständen 100 bis 150 Liter pro Quadratmeter in diesen Tagen gefallen sein, hieß es. Hinzu komme einsetzender Dauerregen in den Alpen. Solche Regenmengen fallen etwa nur alle zehn Jahre, erklärte ein DWD-Meteorologe. Auch Hessen und Rheinland-Pfalz warnen, dass es vor allem in den südlichen Regionen zu Starkregen, starken Böen und Hagel kommen könne. Lesen Sie auchIn Sachsen und Thüringen rechneten die Experten innerhalb einer Stunde mit 20 Litern pro Quadratmeter. In Sachsen war am Samstag der Landkreis Mittelsachsen besonders betroffen. Heftiger Starkregen mit bis zu 50 Liter auf dem Quadratmeter ließ in Ostrau den Dorfbach über die Ufer treten. Straßen wurden überflutet, Unterführungen standen unter Wasser. Die Straßen im Tal des Ortes ähnelten einem reißenden Fluss. Größere Schäden blieben aus. Zudem traf eine Gewitterzelle Borna im Landkreis Leipzig. Dort standen nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr zeitweise Straßen unter Wasser, Dutzende Keller liefen voll.Lesen Sie auchIn Sachsen lässt der Regen bereits am Sonntag nach. In Thüringen ziehen die Regenwolken hingegen erst am Montag ab. In Baden-Württemberg hatte ein Sturm bereits am Freitag dafür geführt, dass der Karlsruher Hauptbahnhof zeitweise gesperrt werden musste. Ein Blitzschlag habe am frühen Freitagabend eine Störung in einem Stellwerk verursacht, sagte ein Bahnsprecher. Davon sei ein Teil des Bahnverkehrs im Raum Karlsruhe beeinträchtigt gewesen.Nach Angaben der Bahn war insbesondere der Regionalverkehr betroffen. Nach einer halben Stunde sei der Hauptbahnhof für Züge wieder vollständig nutzbar gewesen.dpa/kami/saha