PfadnavigationHomePolitikDeutschlandChristopher Street DayReaktion auf Klöckner-Entscheid − 400 qm große Regenbogenflagge vor dem Bundestag ausgerolltVeröffentlicht am 25.07.2025Unter dem Motto „Nie wieder still!” wollen heute Tausende Menschen den Christopher Street Day (CSD) feiern und bei einer bunten Demonstration durch Berlin ziehen. Alina Quast berichtet live aus Berlin.Weil am Bundestag zum CSD keine Regenbogenflagge weht, haben Aktivisten vor dem Reichstagsgebäude eine XXL-Version ausgerollt. Die Aktion richtet sich gegen die Entscheidung von Julia Klöckner.Die Botschaft könnte klarer nicht sein: Aus Protest haben Aktivistinnen und Aktivisten eine riesige Regenbogenflagge auf der Wiese vor dem Reichstagsgebäude in Berlin ausgerollt. Von offizieller Seite wird an dem Gebäude zum Christopher Street Day (CSD) dieses Jahr keine Regenbogenflagge gehisst. Das hatte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) kürzlich entschieden - eine Maßnahme, die Kanzler Friedrich Merz (CDU) mit dem Satz „Der Bundestag ist ja nun kein Zirkuszelt“ verteidigte.Die nun ausgerollte Flagge ist nach Angaben der Veranstalter 400 Quadratmeter groß. Das entspricht fast der Größe eines Basketballfeldes. Bei der Kundgebung gab es Redebeiträge und Musik. Zahlreiche Menschen kamen zur Demonstration und schwenkten Regenbogenflaggen.Lesen Sie auchSPD hisst Flagge vor dem Willy-Brandt-HausBunt ist es ab sofort auch vor dem Willy-Brandt-Haus, der Bundeszentrale der SPD. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf und die Bundesvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft SPDqueer, Carola Ebhardt und Oliver Strotzer, hissten anlässlich des CSD gemeinsam die sogenannte Progressive-Pride-Flagge.Die Flagge ist eine Weiterentwicklung der klassischen Regenbogenfahne und enthält weitere Farben, die trans Menschen und queere People of Color repräsentieren sollen. Als People of Color bezeichnen sich Menschen, die nicht als weiß, westlich oder deutsch wahrgenommen werden und Rassismuserfahrungen gemacht haben.dpa/ceb