Die Affäre um einen umstrittenen Betreuer beim britischen Radteam Ineos weitet sich aus. Nach Angaben der Mannschaft hat die im Radsport für Dopingfragen zuständige International Testing Agency (ITA) ein Verfahren gegen den Mitarbeiter eröffnet. Dieser habe die Tour bereits verlassen, teilte Ineos dem britischen Guardian mit. Anlass sind die ungeklärten Hintergründe rund um den Kontakt des Betreuers zum mittlerweile strafrechtlich verurteilten Chef eines europaweit agierenden Blutdopingrings vor etwas mehr als einem Jahrzehnt. Der Betreuer war schon damals und seitdem durchgehend für das Team Ineos (früher Sky) tätig. Die ARD-Dopingredaktion hatte den Fall kurz vor Beginn der Tour de France aufgedeckt.
Zugleich wird die Lage in dieser Causa immer undurchsichtiger und widersprüchlicher. Laut neuen Angaben von Ineos sei im April ein Mitarbeiter der ITA „informell“ an den Betreuer herangetreten und habe ihn über eine verdächtige frühere Kommunikation befragt. Daraufhin habe sich der Mitarbeiter an das Team Ineos gewandt; auch habe das Team die Angelegenheit von einer externen Anwaltskanzlei prüfen lassen. Das Team betonte, es habe „verantwortungsbewusst“ gehandelt und kooperiere weiter mit der ITA sowie allen anderen Behörden.









