„Das war echt krass“, sagt Cadisha, als sie wieder auf festem Boden auf dem Sankt-Jakobs-Platz steht. Sie ist schwer beeindruckt von der „Fahrt“ mit dem Spacebuzz, einem Lkw mit einer nachgebauten Rakete darauf. Ihre Mitschülerinnen, alle wie Cadisha aus neunten Klassen des Theresa-Gerhardinger-Gymnasiums am Anger, nicken mit den Köpfen. Wirklich gefahren oder geflogen sind sie zwar nicht, aber auf beweglichen Sitzen und mit VR-Brillen auf dem Kopf konnten sie sich wie im Weltall fühlen. Die Simulation mit Bildern, Ton und Bewegung wirkt: „Es hat sich sehr echt angefühlt“, sagt Christi und schaut zu Ava, die ergänzt: „Man hat gesehen, wie schön unser Planet ist.“ Aber auch ein milchig weißer Nebel und Lücken in grünen Flächen, Zeichen für Umweltverschmutzung und Abholzung, sind den beiden 15-jährigen Mädchen aufgefallen.
Genau solche Beobachtungen erhoffen sich die niederländischen Initiatoren des Projekts und die Partner des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Seit Anfang 2024 ist ein deutscher Spacebuzz vornehmlich in Schulen unterwegs. Allein die Anschaffung hat das DLR rund eine Million Euro gekostet. Auch für den Unterhalt des Trucks, der Rakete und ihrer empfindlichen Innenausstattung sowie für das mitreisende Personal gibt es ein Budget. Schulen können den Spacebuzz kostenlos bestellen, die Warteliste ist lang und der Wunsch nach einem weiteren Spacebuzz groß, am besten einer für jedes Bundesland.






