Die Siegespose des Armeechefs Abdel Fatah al-Burhan ist vielen Sudanesen noch in Erinnerung. Als die Armee die zerstörte Hauptstadt des Landes Ende März von der gegnerischen Miliz Rapid Support Forces (RSF) zurückerobert hatte, reckte der General triumphierend die Faust in die Höhe. Burhan wollte die Offensive als Wendepunkt im zweijährigen Krieg verstanden wissen – als sei der Gegner vernichtend geschlagen und die Tage der RSF seien unter ihrem Kommandeur Mohamed Hamdan Daglo, genannt Hemeti, gezählt.