Irgendjemand hatte den Spanierinnen zwei Trommeln gegeben – und nun war keine Ruhe mehr zu finden in Zürich-Altstetten, mitten in der Nacht. Während die Anwohner am Letzigrund-Stadion die Abreise des spanischen Busses bei dem lauten Krach vermutlich herbeisehnten, feierten die EM-Finalistinnen das 1:0 gegen Deutschland. Torhüterin Cata Coll und Ersatzstürmerin Cristina Martín-Prieto hatten die Trommelstöcke in der Hand. Und zum ersten Mal im Turnier war die verblüffende Erkenntnis angesichts des ungeübten Bum, Bum, Bumbum, Bum: Auch die Spanierinnen können ihren Rhythmus verlieren. Zumindest abseits des Feldes.

723 Pässe führten Spanien diesmal in das Endspiel, es waren einmal mehr doppelt so viele wie bei den Gegnerinnen aus Deutschland. Kein anderes Team im Frauenfußball kann diesen metronomischen Stil spielen, außer dem FC Barcelona. Wobei diese Nationalelf quasi Barça in anderen Trikots ist, roja statt blaugrana.

Pressestimmen

„Blut, Schweiß und Aitana!“

Die internationale Presse feiert die Torschützin, leidet mit Torhüterin Ann-Katrin Berger – und freut sich auf die Wiederholung des WM-Finales von 2023.