PfadnavigationHomeRegionalesHamburgErmittlungen gegen Arzt„Es ist zu drei Exhumierungen gekommen“Veröffentlicht am 24.07.2025Lesedauer: 2 MinutenLeeres und offenes Grab auf einem Friedhof (Symbolfoto)Quelle: picture alliance/CHROMORANGE/BilderboxDer Verdacht gegen einen Arzt aus dem Kreis Pinneberg wiegt schwer. Hat der Mediziner ältere Patienten getötet? Es wird in einer zweistelligen Zahl von Todesfällen ermittelt.Bei ihren Ermittlungen gegen einen Arzt aus dem Kreis Pinneberg wegen des Anfangsverdachts der Tötung von älteren Patienten prüfen Polizei und Staatsanwalt mittlerweile eine niedrige zweistellige Zahl an Fällen. Der Mediziner schweige bislang zu den Vorwürfen, sagte der Itzehoer Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow. Das Verfahren gegen den Arzt laufe bereits seit dem 3. Juni. Zuvor hatten Medien berichtet.Lesen Sie auch„Es ist ein ausgesprochen komplexes Ermittlungsverfahren“, sagte Müller-Rakow. Ausgangspunkt sei die „Strafanzeige einer Privatperson“ gewesen. Nähere Angaben zu dem Beschuldigten machte der Oberstaatsanwalt nicht.Drei Exhumierungen„Es ist zu drei Exhumierungen gekommen“, sagte Müller-Rakow. Diese seien am Vormittag des 30. Juni auf dem Friedhof in Barmstedt im Kreis Pinneberg erfolgt. Es seien Zeugenvernehmen und rechtsmedizinische Untersuchungen geplant. Diese würden voraussichtlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen.Lesen Sie auchDie Kriminalpolizei hat nach früheren Angaben bereits eine Sonderkommission zu dem Fall eingerichtet. Der Oberstaatsanwalt wies erneut besonders darauf hin, dass auf Grundlage eines Anfangsverdachts ermittelt werde. Es gelte die Unschuldsvermutung.Stiftung Patientenschutz fordert konsequente AufklärungDie Deutsche Stiftung Patientenschutz ist nach diesem und ähnlichen Fällen alarmiert. „Mehrere Mordermittlungen deutschlandweit in diesem Jahr machen deutlich, dass in der Organisierten Kriminalität weniger Tötungsdelikte gezählt werden als in Pflege und Medizin“, sagte Vorstand Eugen Brysch. „Dabei macht nicht der Beruf Menschen zu Tätern, sondern Pflege und Medizin machen es Tätern zu leicht. Denn bei Betreuung und Therapie alter und schwerstkranker Menschen gehört der Tod zum Alltag.“ So gerieten Täter lange nicht unter Verdacht.Lesen Sie auch„Deshalb ist notwendig, dass die Ermittlungsbehörden konsequent alle Sterbefälle solcher Täterinnen und Täter aufarbeiten“, sagte Brysch. „Das sind Polizei und Staatsanwaltschaft auch den Angehörigen schuldig, die Klarheit brauchen.“dfe, dpa
Ermittlungen gegen Arzt: „Es ist zu drei Exhumierungen gekommen“ - WELT
Der Verdacht gegen einen Arzt aus dem Kreis Pinneberg wiegt schwer. Hat der Mediziner ältere Patienten getötet? Es wird in einer zweistelligen Zahl von Todesfällen ermittelt.







