PfadnavigationHomeRegionalesHamburgUnglückFahrradfahrerin wird in Hamburg von Lastwagen erfasst und verstirbt noch am UnfallortVeröffentlicht am 24.07.2025Lesedauer: 2 MinutenDas zerstörte Fahrrad der Frau liegt auf der Straße an der Unfallstelle. Die 52-Jährige wurde bei dem Unfall mit einem LKW getötet.Quelle: Christian Charisius/dpaSchwerer Unfall in Hamburg: Eine Fahrradfahrerin wird im Stadtteil Hamm von einem Lkw erfasst. Ihre Verletzungen sind tödlich.Im Hamburger Stadtteil Hamm ist am Donnerstagmorgen eine 52 Jahre alte Fahrradfahrerin von einem Lkw erfasst worden und gestorben. Sie erlag noch am Unfallort ihren Verletzungen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Der Unfall ereignete sich in der Sievekingsallee, die Feuerwehr wurde gegen halb sieben alarmiert. Neben dem Rettungsdienst war auch die Notfallseelsorge vor Ort.Die Zahl der tödlichen Radunfälle in Hamburg bewegt sich seit dem vergangenen Jahr auf auffällig hohem Niveau. Allein 2024 starben nach Angaben der Polizei in Hamburg neun Radfahrerinnen und Radfahrer bei Verkehrsunfällen – ein Wert, der bereits 2023 erreicht und damals als drastischer Anstieg bewertet wurde. Zuvor lag die Anzahl getöteter Radfahrer in der Hansestadt pro Jahr häufig nur bei drei.Lesen Sie auchIm gesamten Jahr 2024 wurden auf Hamburgs Straßen laut Verkehrssicherheitsstatistik 39 Menschen tödlich verletzt – fast 40 Prozent mehr als 2023, als 28 Menschen starben. Ein erheblicher Anteil der Todesopfer sind nach wie vor Radfahrer, wobei insbesondere Unfälle mit abbiegenden Lkw weiterhin eine zentrale Gefahr darstellen. Dabei sind sogenannte Abbiegeunfälle der klassische Radfahrerunfall in Hamburg bleiben, wie Experten betonen. Auch im ersten Halbjahr 2024 waren mehrere tödliche Unfälle mit Radfahrerbeteiligung zu verzeichnen, darunter tragische Fälle im Stadtteil Billstedt und Kleiner Grasbrook, bei denen ältere und jüngere Radfahrer starben.Von Januar bis März 2024 wurden fast 500 Unfälle mit Radfahrerbeteiligung erfasst. Die Ursache ist unter anderem der weiterhin steigende Anteil des Radverkehrs am städtischen Verkehrsaufkommen. Die Polizei verweist darauf, dass Abbiegevorgänge von Lkw, Kollisionen an Grundstückszufahrten sowie plötzlich geöffnete Fahrzeugtüren typische Unfallursachen sind.Konsequentere Trennung der Verkehrsarten gefordertMit Blick auf die alarmierende Entwicklung äußern sowohl Verkehrsbehörde als auch Interessenverbände deutliche Kritik und stellen Forderungen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Hamburg etwa fordert verpflichtende Assistenzsysteme, insbesondere Abbiegeassistenten für alle Schwerlastfahrzeuge. Auch die EU-Verordnung sieht seit Mitte 2024 eine Pflicht für neue Lkw vor, doch das Nachrüsten bestehender Fahrzeuge ist noch keine Pflicht. Der ADFC plädiert zudem für eine konsequentere Trennung der Verkehrsarten und den Ausbau sicherer Infrastruktur.Lesen Sie auchVerkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) kündigte an, den Ausbau baulich getrennter Radwege weiter voranzutreiben. Bereits 2022 wurden mehr als 60 Prozent der neuen Radwege baulich vom Autoverkehr separiert. Neue Radstreifen in Mittellage sollen nicht mehr geplant werden. Die Hamburger Innenbehörde hebt hervor, dass trotz des allgemeinen Rückgangs bei Unfällen mit Personenschaden die Zahl der tödlichen Unfälle als Ausreißer zu betrachten seien. Die Ursachen würden teils nur schwer greifbar sein und reichten vom individuellen Fehlverhalten bis hin zu infrastrukturellen Problemen.dfe