Auf der Leinwand werden gerade zur Eröffnungsmusik ein paar Höhepunkte aus Lionel Richies Karriere visualisiert, als sich eine Rauchwolke auf der Vorbühne bildet, die ein Steg mit der Hauptbühne verbindet. Derweil sich nun auf dieser Hauptbühne die Band sammelt, tritt aus jener Rauchwolke Lionel Richie hervor. Im leuchtend weißen Frack steht er da. Das Publikum erhebt sich in der bestuhlten Olympiahalle und applaudiert dem Sänger.

Lionel Richie führt sein Mikrofon zum Mund und singt: „Hello“. Mit einem seiner größten Solo-Hits startet der einstige Mitbegründer, Saxofonist und Sänger der Soul-Funk-Band Commodores also seine Show, die sodann einen Hit an den anderen reiht, bis er das Publikum zwei Stunden später mit „All Night Long“ entlässt.

Dabei hat er diesen Song schon viel früher angekündigt. Da ahnt aber noch keiner, dass das der letzte sein soll. Sonst hätten die Zuschauer nicht so zustimmend gejubelt, als Richie betont: „Vorsicht, München, die Stimmung ist gerade so gut, dass ich jetzt die ganze Nacht singen könnte.“ Mit noch lauterer Begeisterung befürwortet das Publikum diesen Vorschlag. Prompt lenkt Richie ein: „Damit meine ich nicht, dass ich die ganze Nacht singen könnte, sondern nur den Song ,All Night Long'.“