Mitten in … Tokio
Kurz nach Mitternacht in Shinjuku, dem neonbunten Ausgehquartier von Tokio. Die U-Bahnen fahren erst um 5 Uhr wieder, und wer jetzt nicht daheim ist, der vertreibt sich die Zeit in Clubs. Aus einem solchen stolpert man bald heraus. Die Begleitung dringt darauf, eine Kippe aufzutreiben. Fündig wird man bei Julia, einer Französin, die seit einem Dreivierteljahr in Japan lebt. Eigentlich, sagt sie, rauche sie nicht. Gut ausgerüstet ist sie trotzdem. Und so kommt man ins Gespräch: Sie erzählt, dass sie die Sprachschule besucht, um in Japan arbeiten zu können. Und dass alles so toll ist hier, „außer, na ja … der Käse“. Sie habe sich in ihrer Verzweiflung schon angelesen, wie man selbst Käse herstellen kann, aber dann davon abgesehen, denn „das stinkt so“. Doch Rettung naht: Ihr Vater komme sie bald besuchen, mit Käse im Gepäck. Wenn da mal nicht der Zoll die Nase rümpft. Max Fluder






