Milorad Dodik demonstriert wieder Selbstbewusstsein. Am vergangenen Samstag, knapp eine Woche vor dem 30. Jahrestag des Völkermords an mehr als 8000 bosnischen Muslimen in Srebrenica am 11. Juli, sprach der Präsident der Republika Srpska – des serbisch geprägten Landesteils von Bosnien-Herzegowina – auf einer anderen Gedenkfeier. In der Stadt Bratunač, nur etwa gut zehn Kilometer von Srebrenica entfernt, gedachte er im Beisein des Oberhaupts der serbisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Porfirije, 3267 serbischer Opfer. Sie waren laut offizieller Statistiken im Verlauf des Krieges zwischen 1992 und 1995 von bosnischen Truppen getötet worden.
Bosnien-Herzegowina: Aufhebung des Haftbefehls gegen Separatistenführer Dodik
Kurz vor dem 30. Jahrestag des Genozids von Srebrenica hebt die bosnische Justiz überraschend einen Haftbefehl gegen Dodik auf.






