Die Branche, die zu den Sternen will, verheißt auf der Erde gerade gute Geschäfte. Die Raumfahrtindustrie wachse, sagt Hubert Aiwanger (FW), ihre Bedeutung sei sprunghaft gestiegen, es gebe viele neue Möglichkeiten für „bayerisches Know-how“. So sehen das auch die beiden Gäste, die den Wirtschaftsminister an diesem Freitag bei seinem Presseauftritt flankieren. Für Josef Aschbacher, Generaldirektor der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA), etwa wird die Raumfahrt immer mehr zu einer „Schlüsselbranche“ und „kritischen Infrastruktur“. Ähnlich äußert sich Lena Stern von der OHB Group, die unter anderem in Oberpfaffenhofen Satellitensysteme entwickelt. Bayern befinde sich da „in einer starken Position“, sagt sie. Was in der Raumfahrt geschehe, habe auch Einfluss auf andere Branchen, von der Auto- bis zur Verteidigungsindustrie.
Was in der Raumfahrt geschieht, erfährt außerdem derzeit verstärkt Aufmerksamkeit. Zum einen, weil hier Aufbruchstimmung herrscht, während andere Wirtschaftszweige kriseln. Zum anderen, weil die Politik sich vom Weltraum fasziniert zeigt. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) etwa – nach eigenen Worten seit Kindheit „ein riesiger Fan des Weltalls“ – hat gemeinsam mit den Regierungschefs von Baden-Württemberg und Bremen eine Stärkung der Raumfahrt gefordert. Eine eigene „bayerische Raumfahrtstrategie“ ist in der Entwicklung. Und auf Bundesebene leitet Dorothee Bär (CSU) seit Kurzem ein Forschungsministerium, das sich explizit auch um Raumfahrtbelange kümmern soll.






