PfadnavigationHomeRegionalesHamburgHatespeechGroßrazzia gegen Hass im Netz – fünf Hamburger im Visier der ErmittlerVeröffentlicht am 25.06.2025Lesedauer: 2 MinutenHetzende Nachrichten oder Social-Media-Posts sind mit dem Handy schnell abgesetzt. In Hamburg hat die Polizei jetzt fünf Verdächtige ins Visier genommenQuelle: Sebastian Gollnow/dpaSie sollen Nazi-Symbole geteilt und Terrorakte gutgeheißen haben. Die Polizei hat deshalb in Hamburg mehrere Wohnungen durchsucht. Fünf Deutsche stehen im Verdacht, extremistische Inhalte online verbreitet zu haben. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.In einer bundesweiten Aktion gegen Hasskriminalität im Internet haben Ermittlerinnen und Ermittler am Mittwochmorgen in allen 16 Bundesländern zeitgleich zugeschlagen. Unter der Koordination des Bundeskriminalamts (BKA) wurden mehr als 65 Wohnungen durchsucht – allein fünf davon in Hamburg. Im Fokus standen in der Hansestadt fünf Männer im Alter zwischen 17 und 55 Jahren. Alle sind Deutsche. Die Vorwürfe reichen von Volksverhetzung über das Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole bis hin zur Billigung terroristischer Straftaten.Ein Fall betrifft einen 31-jährigen Mann aus dem Stadtteil Marienthal. Er soll über einen Messenger-Dienst nationalsozialistische Inhalte und Symbole verfassungswidriger Organisationen verbreitet haben. Lesen Sie auchIm Stadtteil Eilbek wurde die Wohnung eines 35-Jährigen durchsucht, der verdächtigt wird, im Internet Kennzeichen des sogenannten „Islamischen Staats“ (IS) verwendet zu haben, einer Organisation, die in Deutschland verboten ist.Auch ein 21-Jähriger aus der Sternschanze geriet ins Visier der Ermittler. Ihm wird vorgeworfen, online ein Symbol der als terroristisch eingestuften Hamas verbreitet zu haben. Im Stadtteil Neuallermöhe durchsuchten Einsatzkräfte die Wohnung eines 17-Jährigen, der ein nationalsozialistisches Symbol auf einer Social-Media-Plattform gepostet haben soll. Hinrichtung einer Frau gebilligtDer älteste Beschuldigte, ein 55-jähriger Mann aus dem Stadtteil Billstedt, steht im Verdacht, die öffentliche Hinrichtung einer Frau durch die Terrorgruppe Jabhat al-Nusra im Netz gebilligt zu haben.Ziel der Durchsuchungen war es laut Polizei, Beweismittel sicherzustellen – insbesondere digitale Datenträger wie Smartphones. Diese wurden in allen fünf Fällen beschlagnahmt und werden nun ausgewertet.Lesen Sie auchDie Ermittlungen führt das LKA gemeinsam mit der Generalstaatsanwaltschaft und der Staatsanwaltschaft Hamburg. Sie dauern an.Die Polizei betont: Hass und Hetze im Netz sein keine Bagatellen. Sie könnten Radikalisierung fördern und reale Gewalt nach sich ziehen. Deshalb rief sie die Bevölkerung am Mittwoch zur Mithilfe auf. Wer auf Hasspostings stoße oder selbst betroffen sei, solle dies melden – entweder direkt bei einer Polizeidienststelle oder online unter onlinewache.polizei.de. Weitere Informationen und Tipps zum Umgang mit Hassrede gibt es auf der Website der Polizei Hamburg unter polizei.hamburg/hatespeech.juve
Hatespeech: Großrazzia gegen Hass im Netz – fünf Hamburger im Visier der Ermittler - WELT
Sie sollen Nazi-Symbole geteilt und Terrorakte gutgeheißen haben. Die Polizei hat deshalb in Hamburg mehrere Wohnungen durchsucht. Fünf Deutsche stehen im Verdacht, extremistische Inhalte online verbreitet zu haben. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.















