Der Mensch hat gegenüber anderen Lebewesen den Vorteil, dass er sich sein Unglück schönreden kann. Sogar jener Teil der Menschheit, der sich in einem unbedachten Moment für einen Hund entschieden hat (eigentlich müsste man davon reden, dass der Hund einen Menschen hält), findet immer wieder Positives daran, vor den Launen seines kläffenden Haustieres zu kapitulieren. Dann werden fragwürdige Studien zitiert, wonach die Gemeinschaft mit Hund den Blutdruck senkt, den Puls reguliert und vor allerlei Wohlstandsleiden schützt. Manchen taugt das Tier gar als Partnerersatz oder Platzhalter für den flügge gewordenen Nachwuchs – das letzte Kind trägt Fell.