Die Nachricht wirkt wie aus dem Hirn eines Hollywood-Drehbuchautors: Pawel Durow, reicher Gründer, will sein Vermögen seinen Kindern vermachen. 106 Kinder hat er, sechs davon stammen aus Beziehungen, die anderen 100 aus Samenspenden. Millionen wiederum besitzt Durow 17 100. Die stammen aus der Gründung des Messenger-Dienstes Telegram, der als Alternative zu Whatsapp genutzt wird. Wenn nun dieses viele Geld an diese vielen Kinder verteilt wird, ist das nicht nur wie eine Mischung aus den vielen Hollywood-Filmen über Samenspenden („Starbuck“ und „Delivery Man“ sind nur zwei Beispiele) und Superreiche („Great Gatsby“ und „Wolf of Wall Street“). Sondern es verleiht einem alten Begriff eine neue Dimension: „Samenlotterie“ verwenden Kapitalismuskritiker derzeit gern für den Umstand, dass Wohlstand wieder daran hängt, in was für eine Familie man geboren wird. Oder, das ist neu, welchen Spender man hat.