PfadnavigationHomePolitikDeutschlandVorhaben der BundesregierungCaritas warnt vor Aussetzung des FamiliennachzugsVeröffentlicht am 24.06.2025Zwei Bewohner einer Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in BayernQuelle: Daniel Löb/dpaDie Bundesregierung berät am Freitag im Bundestag über eine mögliche Aussetzung des Familiennachzugs. Der Deutsche Caritasverband warnt: Ein solcher Schritt würde die Integration deutlich erschweren.Der Deutsche Caritasverband wendet sich gegen die geplante Aussetzung des Familiennachzugs zu bestimmten Migranten. Der Schritt würde den Prozess von Ankommen und Integration erschweren, sagte der Caritas-Vorstand für Internationales, Migration und Katastrophenhilfe, Oliver Müller, der Katholischen Nachrichten-Agentur. Am Montag ist im Innenausschuss des Bundestags eine Expertenanhörung zu dem Vorhaben der schwarz-roten Koalition geplant.Am Freitag wird der Bundestag voraussichtlich abschließend über einen entsprechenden Gesetzentwurf beraten. CDU, CSU und SPD wollen den Familiennachzug zu Menschen mit sogenanntem subsidiären Schutzstatus zunächst für zwei Jahre aussetzen. Lesen Sie auchSubsidiärer Schutz greift, wenn Menschen in ihrem Herkunftsland ernsthafter Schaden droht, also etwa Folter oder die Todesstrafe. Häufig sind Betroffene auch Bürgerkriegsflüchtlinge. Der Familiennachzug ist in diesen Fällen seit Jahren bereits auf bis zu 1.000 im Monat beschränkt.„Integration beginnt mit dem Zusammenleben, in der Familie und der gesamten Gesellschaft“, so Caritas-Vorstand Müller weiter. Dafür brauche es entsprechende politische und faire gesetzliche Rahmenbedingungen.kna/jho