Wie viele Überstunden häufen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst in Bayern an? Dies für einen zentralen Überblick zu erfassen, ist aufwendig und birgt statistische Probleme. Das wurde bereits vor gut einem Jahr im zuständigen Ausschuss des bayerischen Landtags publik. Ein taugliches Verfahren sollte daraufhin her, damit das Parlament dennoch Einblick erhält, ob die Überstunden etwa von Polizisten oder Lehrkräften aus dem Ruder laufen. Die SPD-Fraktion macht nun über einen Antrag Druck. Die zentrale Forderung: Dem Landtag solle künftig ein regelmäßiger Bericht erstattet werden, und zwar ein Mal pro Legislaturperiode.

Nötig sei „ein Gesamtbild der tatsächlichen Arbeitsbelastung“, schreibt die SPD, also sowohl ausgezahlter als auch angesparter Überstunden. Nur so sei eine „systematische Ursachenanalyse“ möglich, mit der man zielgerichtete Maßnahmen zur Reduzierung entwickeln könne. Es gehe letztlich um eine moderne Personalpolitik im öffentlichen Dienst und um dessen Attraktivität als Arbeitgeber. An diesem Montag fällt darauf ein Schlaglicht: Der 23. Juni ist der „Tag des öffentlichen Dienstes“. Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) nannte in einer Mitteilung die mehr als 350 000 Beschäftigten in Bayern „Garant für Stabilität und Verlässlichkeit“.