Asma A. ist verunsichert. Um zum vereinbarten Treffpunkt zu gelangen, muss die 36-Jährige durch den menschenleeren Gebetsraum mit dem weichen blauen Teppichboden. „Ich wusste gar nicht, ob ich die Schuhe ausziehen und ein Kopftuch anziehen muss und war völlig überfordert“, sagt die im Nordirak geborene Kurdin mit dem langen schwarzen Haar und dem ärmellosen Tanktop über der weiten Hose. Zum ersten Mal in ihrem Leben habe sie soeben einen Gebetsraum betreten. „Ich war noch nie in einer Moschee – außer vielleicht mal zur Besichtigung im Urlaub.“