Eine schwache Brise streicht an diesem sonnigen Junimorgen über den nördlichen Starnberger See. Das Wasser kräuselt sich nur ein klein wenig, vom Steg der Wasserwachthütte in Percha am Ostufer kann man gut bis auf den Grund sehen. Sanft geht es dort von der Liegewiese aus ins Wasser, man kann recht weit hineinlaufen und noch stehen, wird erst mal nur gerade bis zum Bauch nass. Der See wirkt so harmlos wie ein Nichtschwimmerbecken. Doch diese Sicherheit in oberbayerischer Idylle ist mitunter trügerisch, sie hat auch am Starnberger See ihre Grenzen. Ein paar Meter weiter kann es schon ganz anders aussehen. Von Wasserrettern erfährt man eines zuerst: Offene Gewässer sollte man nie unterschätzen.