Während die Welt auf eine Entscheidung von Donald Trump wartet, ob die USA in den Krieg im Nahen Osten eingreifen oder nicht, versuchen die Europäer, die Lage mit einer diplomatischen Initiative zu entschärfen. An diesem Freitag treffen sich die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens sowie die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas in Genf, um mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi über das iranische Atomprogramm zu verhandeln. Diese Gespräche kommen nicht überraschend. In den vergangenen Tagen hatte der deutsche Außenminister Johann Wadephul (CDU) immer wieder betont, dass er mit seinen europäischen Amtskollegen zu einer Deeskalation im Nahen Osten beitragen möchte.
Immer wieder sagte Wadephul, dass man bereit sei, über eine Lösung zu verhandeln. Dazu müsse sich Iran aber dringend bewegen und „vertrauensbildende und nachprüfbare Maßnahmen ergreifen, etwa indem die Führung in Teheran glaubhaft macht, dass sie keine Atomwaffen anstrebt“, sagte der Minister. Es sei „nie zu spät, an den Verhandlungstisch zu kommen, wenn man in ehrlicher Absicht kommt“. Am Freitag wird Teheran also mit Außenministern der Europäischen Union verhandeln, die zuletzt in den Atomgesprächen eine eher untergeordnete Rolle einnahmen.














