Als Farida Flentje vor Kurzem mit ihrer Familie nach Lochhausen zog, glaubte sie, die reine Idylle gefunden zu haben. Die in Werbeprospekten von Wohnungsbaugesellschaften beschriebene Lage in unmittelbarer „Nachbarschaft zum Landschaftsschutzgebiet Aubinger Lohe, eingebettet zwischen Badeseen, Wäldern und Feldern“ entsprach den Tatsachen – die Gegend ist grün und ruhig. Warum also nicht auch Teil zwei des Marketings Glauben schenken? Dem Teil mit der guten Infrastruktur? „Damals hatten wir noch die romantische Vorstellung von einer Schule nebenan samt Kinderbetreuung nach dem Unterricht“, erzählt die Mutter. Inzwischen weiß sie: Die Realität sieht anders aus. Einen Betreuungsplatz für ihren Sohn, der im September in die Schule kommt, hat sie nicht bekommen. Stand heute müsste die Patentprüferin ihren Job reduzieren, um sich um Magnus zu kümmern. Was sie nicht will.
München: Viele neue Wohnungen, aber Betreuung der Schüler hinkt hinterher
Empörte Eltern in Lochhausen fordern die Stadt auf, die Infrastruktur zu verbessern.






