PfadnavigationHomePanoramaMichiganZwei Jahre steckte ein Bär mit dem Kopf in einem Plastikdeckel fest – nun wurde er befreitVeröffentlicht am 23.06.2025Lesedauer: 2 MinutenMitarbeiter der Naturschutzbehörde arbeiten daran, den Deckel abzunehmenQuelle: Uncredited/Michigan Department oWar es Umweltverschmutzung? Oder ein fehlgeleiteter Köder? Ein junger Schwarzbär steckte im Norden der USA mindestens zwei Jahre lang mit dem Kopf in einem Plastikdeckel fest. Nun konnte ihm geholfen werden.Ein junger Schwarzbär hat im US-Bundesstaat Michigan zwei Jahre lang einen Plastikdeckel um den Hals getragen – nun haben ihn Wildtierexperten daraus befreit. Wie genau der Deckel an den Hals des Bären geriet, sei unklar, teilte die Naturschutzbehörde in Michigan am Mittwoch (Ortszeit) mit. Er stamme möglicherweise vom Deckel eines Fasses, das Jäger als Bärenköder ausgelegt hätten. Erstmals sei die Behörde 2023 auf den Bären aufmerksam geworden, als er – damals noch als Jungtier – mit dem Deckel um den Hals auf Bildern einer Wildkamera aufgetaucht war. Seitdem hätten die Biologen vergeblich versucht, das Tier einzufangen. Der Bär sei „schwer zu fassen“ gewesen, hieß es in der Mitteilung. Immer wieder sei er auf Wildkameras aufgetaucht und dann am nächsten Tag verschwunden.„Es ist ziemlich unglaublich, dass der Bär überlebt hat und in der Lage war, sich selbst zu ernähren“, sagte der Bärenspezialist Cody Norton am der Nachrichtenagentur AP. „Der Hals war vernarbt und es fehlten Haare, aber der Bär war in einem viel besseren Zustand, als wir erwartet hatten“.Mit Narben zurück in die FreiheitErst am 2. Juni dieses Jahres sei es gelungen, den Bär in eine Falle zu locken und einzufangen. Das Tier sei dann betäubt und aus dem Deckel befreit worden. Abgesehen von Narben am Hals habe es einen gesunden Eindruck gemacht. Der Bär habe knapp 50 Kilogramm gewogen, was für ein zweijähriges Tier im Wachstum normal sei. Als der Bär aus der Betäubung erwacht sei, habe er in die Freiheit zurückkehren dürfen.In Michigan leben nach Angaben der Naturschutzbehörde etwa 13.000 Schwarzbären. Die Jagd auf sie mithilfe von Ködern ist nach Angaben der Naturschutzbehörde prinzipiell erlaubt. Allerdings müssten Öffnungen in den Löchern der Fassdeckel so groß sein, dass Wildtiere darin nicht stecken bleiben können. Das Loch in dem Deckel um den Hals des Bären habe einen Durchmesser von nur etwa 13 Zentimetern gehabt – das sei deutlich weniger als der vorgeschriebene Mindestdurchmesser von 56 Zentimetern.dpa/krott