PfadnavigationHomeICONISTEssen & TrinkenGuide Michelin 2025Neue Sterne, große Namen – und erstmals ein Preis für die besten CocktailsVeröffentlicht am 30.06.2025Lesedauer: 4 MinutenWer sich einen Michelin-Stern erkocht, gehört zur Crème de la Crème der SpitzengastronomieQuelle: picture alliance/SZ Photo/Johannes SimonRekordjahr für die deutsche Spitzengastronomie: Noch nie gab es so viele Michelin-Sterne-Restaurants wie 2025. Zwei neue Lokale stoßen in die exklusive Drei-Sterne-Liga vor – und setzen kulinarische Maßstäbe.Freude, Jubel – und der Lohn für Leidenschaft: Am 17. Juni wurden in Frankfurt die neuen Michelin-Sterne an Deutschlands Spitzenküchen vergeben. Und wieder ist es ein Rekordjahr: Noch nie gab es hierzulande so viele Sternerestaurants wie jetzt: 341 Betriebe dürfen sich in diesem Jahr mit mindestens einem Stern aus dem „Guide Michelin“ schmücken – der 480 Seiten starke Restaurantführer erscheint Ende Juli.Der Gipfel der Kochkunst bleibt dabei exklusiv: Zwölf Restaurants tragen 2025 die begehrten drei Sterne. Gleich zwei neue Häuser wurden geadelt – ein seltenes Ereignis, wie die Veranstalter betonen: „Zuletzt verzeichnete die Auswahl 2008 mehr als einen Neuzugang auf dem kulinarischen Gipfel.“Ganz neu dabei: das „Restaurant Haerlin“ in Hamburg. Die Inspektoren loben Küchenchef Christoph Rüffer für „perfekte Kompositionen aus Topprodukten in hervorragender Balance“ – drei Sterne, keine Frage.Auch in München wird gefeiert: Das „Tohru in der Schreiberei“ steigt in die Drei-Sterne-Liga auf. Küchenchef Tohru Nakamura, im Vorjahr noch mit zwei Sternen, wird für seine „eigene Handschrift und feinfühlige Stilistik“ gewürdigt. Die Inspektoren schwärmen von einer „spannenden Verbindung aus japanisch inspirierter und klassisch-französischer Küche“.Dazu gesellen sich diese Ikonen der deutschen Spitzenküche: Das „Rutz“ in Berlin, „Bareiss“ und „Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn, „Jan“ und „Es:senz“ in Bayern, „The Table“ in Hamburg, „Aqua“ in Wolfsburg, „Waldhotel Sonnora“ und „Schanz. Restaurant“ in Rheinland-Pfalz sowie „Victor’s Fine Dining by Christian Bau“ im Saarland – alle mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet.Lesen Sie auchNoch mehr Glanz in der deutschen Gastro-Szene: Die Inspektoren des „Guide Michelin“ haben 47 Restaurants mit zwei Sternen ausgezeichnet. Fünf Häuser sind neu dabei – darunter „Oswalds Gourmetstube“ in Teisnach, „Gotthardt’s by Yannick Noack“ in Koblenz, das „Intense“ in Wachenheim, „Pietsch“ in Wernigerode und „Atama by Martin Stopp“ in Sankt Ingbert.Auch bei den Ein-Sterne-Häusern gibt es Bewegung: 282 Restaurants dürfen 2025 mindestens einen Stern führen, 30 von ihnen wurden erstmals ausgezeichnet. Wer besonders auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz achtet, kann sich mit dem Grünen Stern schmücken – davon profitieren dieses Jahr 80 Betriebe, 14 davon zum ersten Mal.Lesen Sie auchPflanzenbasierte Küche bleibt auf dem Vormarsch. „80 Grüne Sterne beweisen das eindrucksvoll. Regionalität und Saisonalität bleiben prägend“, so der internationale Michelin-Direktor Gwendal Poullennec.Nicht alle behalten ihre Auszeichnung: 33 Küchen verlieren einen oder mehrere Sterne – sei es wegen Schließung, Konzeptwechsel oder nachlassender Qualität. Rund zwei Dutzend anonyme Tester prüfen die Häuser nach denselben internationalen Kriterien: Produktqualität, individuelle Handschrift, Preis-Leistungs-Verhältnis und beständige Umsetzung.Preise für Newcomer, Legenden – und erstmals für CocktailsPremiere auf der Gala: Erstmals vergab Michelin in Deutschland einen Cocktail Award. Die Auszeichnung ging an Michele Heinrich, die im Frankfurter „Yaldy“ mit kreativen Drinks überzeugt.Als beste Sommelière wurde Marie-Helen Krebs aus dem „Ikigai“ bei Krün in Bayern geehrt. Den Mentor-Chef-Award erhielt Claus-Peter Lumpp vom Drei-Sterne-Restaurant „Bareiss“ in Baiersbronn.Der Young-Chef-Award ging an Luis Hendricks. Er hat als Küchenchef im „Pietsch“ in Wernigerode (Sachsen-Anhalt) dem Haus in diesem Jahr den zweiten Stern erkocht.Lesen Sie auchDer Guide Michelin, der kleine rote Kult-Reiseführer, sollte vor über 100 Jahren eigentlich Autofahrer zum Reisen animieren und so die Reifen-Verkäufe von Michelin steigern. 1910 erstmals erschienen, enthielt er Karten, Tank- und Werkstatttipps, Restaurant- und Übernachtungsempfehlungen. Die ersten Sterne für Kulinarik kamen 1926 dazu, die ersten Sterne in Deutschland gibt es seit 1966.Neben dem Guide Michelin zählt auch der „Gault&Millau“ zu den einflussreichsten Restaurantführern weltweit – statt Sternen werden hier Küchen mit Kochmützen ausgezeichnet.Das sind Deutschlands Drei-Sterne-Küchen:„Aqua“ in Wolfsburg (Niedersachsen)„Ess:enz“ in Grassau (Bayern)„Jan“ in München (Bayern)„Restaurant Bareiss“ in Baiersbronn (Baden-Württemberg)Neuzugang: „Restaurant Haerlin“ in Hamburg„Rutz“ in Berlin„Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn (Baden-Württemberg)„schanz. restaurant.“ in Piesport (Rheinland-Pfalz)„The Table Kevin Fehling“ in HamburgNeuzugang: „Tohru in der Schreiberei“ in München (Bayern)„Victor‘s Fine Dining by Christian Bau“ in Perl (Saarland)„Waldhotel Sonnora“ in Dreis (Rheinland-Pfalz)dpa
Michelin-Sterne: Das sind Deutschlands beste Restaurants 2025 - WELT
Rekordjahr für die deutsche Spitzengastronomie: Noch nie gab es so viele Michelin-Sterne-Restaurants wie 2025. Zwei neue Lokale stoßen in die exklusive Drei-Sterne-Liga vor – und setzen kulinarische Maßstäbe.






