Während Israel seine Angriffe auf Iran fortsetzt und das Land darauf mit Raketen reagiert, hat US-Präsident Donald Trump am Montagabend den G-7-Gipfel von Staats- und Regierungschefs in Kanada überraschend verlassen – weil er sich um die Eskalation in Nahost kümmern müsse, wie er sagte. Mitreisenden Reportern teilte er auf dem Rückweg mit, dass er ein „echtes Ende“ für das iranische Atomprogramm wünsche, „nicht eine Waffenruhe, ein Ende“. Dabei ist noch offen, ob die USA erwägen, in den Nahostkrieg einzutreten. Bislang hatte sich Trump um eine Verhandlungslösung mit Iran bemüht, um das Land an einer atomaren Bewaffnung zu hindern. Das Verhalten der USA gilt jetzt als entscheidend für den weiteren Verlauf des Konflikts.
Israel hatte in der Nacht zum vergangenen Freitag begonnen, Iran aus der Luft anzugreifen, und zunächst vor allem die Infrastruktur und die verantwortlichen Köpfe des Atomprogramms ins Visier genommen. Zuletzt sei den Angaben der israelischen Armee zufolge der iranische Generalstabschef Ali Schadmani getötet worden, welcher als gerade neu eingesetzter Militärkommandeur identifiziert worden sei. In der Nacht zu Dienstag fielen Bomben auf die iranische Hauptstadt Teheran. Ein Studio des Staatsfernsehens wurde während einer Livesendung getroffen, bei der die Moderatorin sich in Sicherheit bringen musste. Auch US-Präsident Donald Trump hatte am Montag alle Bewohner Teherans dazu aufgerufen, die Stadt zu verlassen – ein Zeichen dafür, dass sich US-Streitkräfte bald an dem Konflikt beteiligen könnten?














