Am Ende war Hubert Weinzierl ein Mensch, der die Umweltkrise zwar nicht mehr sehen, dafür aber riechen und vor allem hören konnte. Als ihn die SZ 2019 daheim in Wiesenfelden für ein letztes Interview besuchte, da klagte er darüber, dass die Vogelstimmen im Frühling immer weniger würden: Schwarzspecht, Stare, Meisen – selbst Allerweltsarten verschwanden aus seiner Heimat am Rande des Bayerischen Walds, 20 Kilometer nördlich von Straubing. Und ein Maisacker rieche nun einmal anders als ein Getreidefeld, erzählte Weinzierl, irgendwie herb und tot.
Hubert Weinzierl: Der Cheflobbyist der Natur ist tot
Hubert Weinzierl prägte den Natur- und Artenschutz in Bayern über Jahrzehnte. Heute fehlt dem Land eine Stimme wie die seine.






