PfadnavigationHomeRegionalesHamburgSchwarz-Grün will wieder mehr WiPo-UnterrichtVeröffentlicht am 17.06.2025Lesedauer: 2 MinutenDer CDU-Bildungspolitiker Martin Balasus will wieder mehr WiPo-Unterricht. (Archivbild)Quelle: Axel Heimken/dpaBislang muss jeder Jugendliche im Norden mindestens vier Stunden Unterricht in Wirtschaft/Politik in der Mittelstufe erhalten. Nun plant Schwarz-Grün eine Erhöhung. Nach einem Vorstoß der Opposition.Schwarz-Grün will durch mehr Schulunterricht im Fach Wirtschaft/Politik (WiPo) die politische Bildung an den Schulen stärken. «Wir nehmen an vielen Stellen in unserer Gesellschaft einen Zulauf der politischen Ränder und extremistischer Inhalte wahr», sagte der CDU-Bildungspolitiker Martin Balasus.Der Grünen-Bildungspolitiker Malte Krüger sprach von einer Redaktion auf eine zunehmende Polarisierung in der Gesellschaft. «Mehr politische Bildung kann der Verbreitung von extremem Gedankengut – etwa in Form von Rechtsextremismus oder Verschwörungserzählungen – entgegenwirken.»OppositionsvorstoßKurz vor Start der Juni-Sitzung des Landtags am Mittwoch (10.00 Uhr) brachten die Koalitionsfraktionen nun einen Antrag ein, ab dem Schuljahr 2027/2028 ab der 7. Jahrgangsstufe zwei zusätzliche Jahreswochenstunden WiPo-Unterricht einzuführen. Damit würde sich die Zahl verpflichtenden Mindeststunden in der Sekundarstufe 1 auf insgesamt sechs Stunden erhöhen.Zuvor hatten die Oppositionsfraktionen von FDP, SPD und SSW das Thema allerdings überhaupt erst auf die Tagesordnung des Landtags am Donnerstag gebracht. Sie forderten die schwarz-grüne Landesregierung auf, Kürzungen beim WiPo-Unterricht schnellstmöglich zurücknehmen und die Stundenzahl an den Oberstufen der Gemeinschaftsschulen und Gymnasien wieder zu erhöhen.Die FDP-Bildungspolitikerin Anne Riecke kritisierte, «erst kürzen und dann einen halbgaren Rückzieher machen – das ist Symbolpolitik vom Feinsten». Zum einen solle die Aufstockung nur für die Sekundarstufe I gelten und zum anderen erst ab dem Schuljahr nach der Landtagswahl. «Diese Landesregierung ist bildungspolitisch auf einem Irrweg unterwegs.» CDU-Bildungsministerin Dorit Stenke spare bei einer der zentralsten Aufgaben des Landes.dpa-infocom GmbH