Operation Deep Sentinel, das klingt nach Action, nach automatischen Waffen, nach einem Techno-Rock-Metal-Soundtrack. Hey, hast du Bock, heute Operation Deep Sentinel zu zocken? Hört sich an wie ein Satz, der in computerspielaffinen Freundeskreisen fallen könnte. Und der Trailer macht richtig Bock.
Ein wummernder Beat, ins Bild flackernde Schrift, eine dystopische Stadt. Neonpink und gelb dominieren das animierte Bild. Schon in der ersten Szene wird der Archetyp des Antihelden gezeichnet. „Ich war schon immer empfänglich, besonders für die schönen Dinge des Lebens“, sagt da eine düstere Stimme (frei übersetzt, das Video ist natürlich auf Englisch, das ist internationaler und damit auch cooler). Die Musik suggeriert: Die schönen Dinge des Lebens sind vor allem gefährlich. Glücksspiel, Nikotin, Drogen. Ein klassischer Versager, der sich aufschwingt, einer der größten Drogenbarone der Welt zu werden. So weit, so genretreu.
Der Twist erfolgt bei Sekunde 44 des zweiminütigen Filmchens: Szenenwechsel in die Hauptquartiere von BKA, Europol und Co. Hier sitzen die good guys, die in einer Bildmontage aus schnellen Polizeiautos, spezialeinheitswürdigen Uniformen (selbstverständlich mit Sonnenbrille) und blinkenden Bildschirmen den Verbrecher festnehmen. Und zum Schluss: Das Logo von Operation Deep Sentinel, tiefrot - als Gegenstück zum blauen Logo des Drogenbarons.






