Nach rund 48 Stunden war es vorbei. Eine in der Geschichte des US-Bundesstaates Minnesota einzigartige Großfahndung endete mit der Festnahme des mutmaßlichen Doppelmörder Vance B., ganz in der Nähe des Hauses am Rand von Minneapolis, wo er mit Frau und Kindern lebte. Spezialeinsatzkommandos der Polizei haben ihn mit Drohnen aufgespürt, als er durch die Büsche seiner Nachbarschaft kroch. B. soll bei seiner Verhaftung am Sonntagabend bewaffnet gewesen sein, aber keinen Widerstand geleistet und seine Tat eingeräumt haben.
Diese Tat hat selbst im gewalterprobten Amerika eine relativ hohe Schockwelle geschlagen. Vance B. soll in der Nacht zum Samstag als Polizist verkleidet die demokratische Politikerin Melissa Hortman sowie ihren Ehemann Mark in deren Wohnhaus erschossen haben. Hortman gehörte zu den führenden Abgeordneten im Repräsentantenhaus von Minnesota. Bei einem weiteren Mordversuch soll B. den demokratischen Politiker John Hoffman sowie dessen Ehefrau Yvette niedergeschossen haben. Beide überlebten schwer verletzt und sollen sich auf dem Weg der Besserung befinden.
Sätze, die Trost spenden sollten, klangen auch ein wenig hilflos
Aber da sind auch die Wunden, die auf jeden Fall bleiben werden. Tim Walz, der Gouverneur von Minnesota, sagte: „Das kann nicht die Art und Weise sein, wie wir mit unseren politischen Differenzen umgehen.“ Walz, der demokratische Vizepräsidentschaftskandidat von 2024, war ein Freund der ermordeten Politikerin Hortman. Seine Sätze sollten wohl Trost spenden. Aber sie klangen auch ein bisschen hilflos.











