Unzuverlässig, unrentabel und jetzt auch noch familienunfreundlich: Politik und Kunden sind von der Deutschen Bahn enttäuscht, seitdem das Unternehmen Anfang der Woche angekündigt hat, mit dem neuen Fahrplan am Sonntag die günstige Familienreservierung in Höhe von 10,40 Euro zu streichen. In die Reihe der Kritiker hat sich zuletzt sogar Verbraucherschutzministerin Stefanie Hubig (SPD) gemischt: „Die Bahnfahrt zu den Großeltern oder in den Urlaub darf nicht an zu hohen Kosten scheitern“, sagte Hubig den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wenn Eltern mit ihren Kindern Bahn fahren, seien sie auf eine Reservierung angewiesen, damit alle zusammensitzen können. „Gerade für Familien ist bezahlbare Mobilität sehr wichtig.“ Künftig wird es für sie deutlich teurer sein: Ein fester Sitzplatz in der zweiten Klasse in Fernverkehrszügen kostet ab Sonntag 5,50 Euro statt wie bisher 5,20 Euro – und zwar für jeden Reisenden einzeln. In der ersten Klasse steigt der Preis für eine Sitzplatzreservierung von bisher 6,50 auf 6,90 Euro. Das Ticket für Kinder unter 14 Jahren bleibt dagegen weiterhin kostenlos.
Aus für Familienreservierung: Deutsche Bahn als eierlegende Wollmilchsau
Die Fahrt mit dem Zug soll klimaschonend und bezahlbar sein, der Konzern profitabel – das stößt an Grenzen.







