Der Vater als Heldenfigur? Sollte eigentlich selbstverständlich sein in ordentlichen Erziehungsverhältnissen, auch wenn der Vater Kevin James ist (und die Mutter Christina Ricci). Deren Sohn und Tochter bringen das Problem auf den aktuellen Stand, indem sie es in die Welt von John Wick verlegen. Ihr knapper Dialog – John Wick sein oder mit John Wick verheiratet sein, das ist die Frage – bringt die Dynamik dieses Films auf den Punkt. Er spielt wie die Wick-Saga in einer eigenen irrealen Welt, die mit unserer wenig zu tun hat, die Welt der Gangster, ihrer Geschäfte und Intrigen. Diese Welt, schreibt Roland Barthes in seinen „Mythen des Alltags“, „die stets als eiskalte Verspottung des Melodrams konstruiert wird, ist bekanntlich auch das letzte Universum des Märchens“.
Kevin James in "Guns Up": Papa ist ein Killer
Kevin James, Hollywoods Spezialist für derbe Komödien, gerät in „Guns Up“ als Familienvater in die Fänge der Mafia. Eine Satire auf den amerikanischen Traum.







