Alle 20 Minuten, so eine Schätzung, erscheint derzeit irgendwo auf der Welt eine neue wissenschaftliche Arbeit zu Wasserstoff – wie man ihn herstellt, transportiert, speichert, in Fahrzeugen oder Fabriken verwendet. Das schätzt ein Team um Iain Staffell vom Centre for Environmental Policy am Imperial College in London. Angefacht hat diese Begeisterung auch die Politik: Rund 60 Staaten weltweit haben eine Wasserstoffstrategie vorgelegt, vor fünf Jahren auch Deutschland. Kurz darauf folgte ein EU-weiter Plan. Credo der Europäer: Die Produktion des Energieträgers sollte stark anwachsen, möglichst mithilfe erneuerbarer Energien. Die dazu nötigen Elektrolyseure – Apparate, die Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegen können – sollten von Europa in die ganze Welt exportiert werden. Wasserstoff sollte so zu einer zentralen Säule für den Klimaschutz werden.