Im Mai saßen die Fußballtrainer Ralph Hasenhüttl und Niko Kovac nebeneinander auf dem Pressepodium, sie wirkten in diesem Moment weniger wie Rivalen, sondern eher wie Brüder im Geiste. Zwar hatte der Österreicher Hasenhüttl mit dem VfL Wolfsburg soeben 0:4 bei dem von Kovac trainierten Team von Borussia Dortmund verloren, sehr zur Freude des Kroaten. Doch Kovac zeigte auch Mitgefühl für die schwierigen Arbeitsbedingungen seines Kollegen. Immerhin seien in den vergangenen Jahren derart viele Trainer durch die Autostadt gesaust, so Kovac, dass man sich langsam mal die Frage stellen müsse, „ob es immer am Trainer liegt“. Hasenhüttl schaute zufrieden. Der Mann, der neben ihm saß, musste ja wissen, wovon er sprach.