In der Biotechnologie-Branche steht überraschenderweise eine große Übernahme an: Das Mainzer Unternehmen Biontech, in der Corona-Pandemie bekannt geworden für seinen Impfstoff, will den Tübinger Konkurrenten Curevac für rund 1,25 Milliarden Dollar kaufen. Die beiden Unternehmen gaben am Donnerstag den Abschluss einer entsprechenden verbindlichen Vereinbarung bekannt.
„Wir wollen komplementäre Fähigkeiten und Technologien zusammenbringen“, sagte Biontech-Mitgründer und -Chef Uğur Şahin. Ziel sei es, mit dem Zukauf die Entwicklung von innovativen Krebstherapien besser voranzubringen.
Finanziert wird die Transaktion über einen Aktientausch. Dabei wird jede Curevac-Aktie mit etwa 5,46 US-Dollar bewertet – ein Aufschlag von mehr als einem Drittel auf den Schlusskurs an der US-Technologiebörse Nasdaq vom Mittwoch. Nach Abschluss der Transaktion werden die Anteilseigner von Curevac voraussichtlich zwischen vier und sechs Prozent an Biontech halten. Vorstand und Aufsichtsrat beider Firmen haben dem Deal einstimmig zugestimmt. Der Abschluss wird für 2025 erwartet.
Der Deal steht unter dem Vorbehalt üblicher Bedingungen. Dazu gehört, dass mindestens 80 Prozent der Curevac-Aktien von den Anteilseignern getauscht werden. Außerdem stehen noch behördliche Genehmigungen aus.








