PfadnavigationHomePanoramaSyltJagd auf aggressiven Goldschakal wird nach Widerspruch von Naturschutzverein gestopptVeröffentlicht am 12.06.2025Lesedauer: 2 MinutenDie Aufnahme einer Wildtierkamera zeigt den Goldschakal bei einem Angriff auf eine SchafsherdeQuelle: Privat/Daniela Andersen/dpaWeil er innerhalb weniger Wochen knapp 100 Schafe und Lämmer gerissen hat, soll ein aggressiver Goldschakal auf Sylt geschossen werden. Doch ein Naturschutzverein legt Widerspruch gegen die Ausnahmegenehmigung ein – mit Erfolg. Die Jäger müssen das Gewehr vorerst wieder einpacken.Auf der Nordseeinsel Sylt ist die Jagd auf einen für die Tötung von fast 100 Lämmern verantwortlichen Goldschakal vorerst ausgesetzt worden. Grund sei ein anhängiges Eilverfahren beim schleswig-holsteinischen Verwaltungsgericht, teilte das Landesumweltministerium am Mittwoch in Kiel mit. Ein am Dienstag eingegangener Widerspruch gegen die Ausnahmegenehmigung zum Abschuss des Tiers habe laut einem Beschluss des Gerichts in Schleswig aufschiebende Wirkung bis zur Entscheidung über den Eilantrag, hieß es. Der bundesweit tätige Verein „Naturschutzinitiative“ mit Sitz in Quirnbach (Rheinland-Pfalz) hat demnach Widerspruch gegen den Abschuss des Schakals eingelegt. Zuvor hatte das schleswig-holsteinische Landesamt für Umwelt die Ausnahmegenehmigung zur sogenannten Entnahme des üblicherweise streng geschützten Raubtiers erteilt. Diese trat am Donnerstag vergangener Woche in Kraft. Jagdberechtigte auf der Nordseeinsel hätten den Schakal bei Sichtung seither erschießen dürfen.Lesen Sie auchDas Tier riss nach Angaben des Ministeriums im Mai auf Sylt innerhalb weniger Tage 76 Lämmer, kurz darauf schlug er an anderer Stelle erneut zu. Zum Schutz der unter anderem für den Küstenschutz wichtigen Deichschäferei auf der Insel folgte daher die Ausnahmegenehmigung für einen Abschuss. Die dauerhafte Anwesenheit des Schakals sei nicht tragbar, hieß es.Goldschakale sind streng geschützt und dürfen normalerweise nicht gejagt werden. Ausnahmen sind dem Ministerium zufolge nur in Sonderfällen unter strengen Voraussetzungen möglich - etwa, wenn gravierende Schäden für die Landwirtschaft auf andere mildere Weise nicht abgewendet werden können.Lesen Sie auchGoldschakale sind größer als Füchse, aber deutlich kleiner als Wölfe. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Südostasien bis nach Südosteuropa, seit einigen Jahrzehnten breiteten sich allerdings auch in Mitteleuropa aus. In Deutschland wurde erstmals 2017 ein Tier nachgewiesen.Lesen Sie auchDie nachtaktiven Goldschakale leben ähnlich wie Füchse meist in kleinen Familienverbänden. Sie sind anpassungsfähige Allesfresser, die sich etwa von kleineren bis mittelgroßen Säugetieren, Vögeln, Insekten, Aas und Beeren ernähren. Genproben bestätigten, dass ein Goldschakal die Lämmer auf Sylt gerissen hatte.AFP/saha
Sylt: Jagd auf aggressiven Goldschakal wird nach Widerspruch von Naturschutzverein gestoppt - WELT
Weil er innerhalb weniger Wochen knapp 100 Schafe und Lämmer gerissen hat, soll ein aggressiver Goldschakal auf Sylt geschossen werden. Doch ein Naturschutzverein legt Widerspruch gegen die Ausnahmegenehmigung ein – mit Erfolg. Die Jäger müssen das Gewehr vorerst wieder einpacken.









